Nun hat auch der Sommer 2009 seinen Lebensmittelskandal. Diesmal nicht ausgelöst durch antikes Dönerfleisch oder Seefisch mit den Blutwerten eine Quecksilberliebhabers im Endstadium, sonder durch ein Einziges Blatt Greiskraut (Jakobs-Kreuzkraut) in einer Schale verpackten Rucola Salat.
Das ausgerechnet ein Landwirt, der sich der Bekämpfung des Kreuzkrautes verschrieben hat diese Entdeckung machte, mag zunächst Skepsis auslösen, ist aber nach nochmaliger Betrachtung verständlich. Da Greiskraut vor allem bei Weidevieh zu schweren Leberschäden führen kann, ist das Engagement des Entdeckers im Arbeitskreis Kreuzkraut (AKKK) und auch das sofortige Erkennen der Giftpflanze im Salatbecher zu erklären. Otto-Normal-Supermarkt-Besucher hätten dies wohl nicht erkannt.
Die Erkenntnis, die sich nicht zuletzt aus diesem Ereignis vermeintlich ziehen läßt – das man auch gekauften Salaten mißtrauen sollte – ist sicherlich übertrieben. Denoch ist gerade Rucola ein Salat, der sich ohne große Problem im eigenen Garten ziehen läßt. Fremdpflanzen tauchen nicht auf bzw. können einfach aussortiert werden.
Dies ist übrigends auch dem Käufer von Supermarktsalaten geraten.
Anstatt einfach ohne zweiten Blick anzurichten, solle auch dieser Salat gründlichst gereinigt und auf Fremdkörper untersucht werden … Greiskraut unterscheidet sich im Aussehen nämlich deutlich von Rucola.
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externe Infos:
- Rucola im eigenen Garten
