Wohin mit befallenen, kranken Pflanzenteilen?
15. Juli 2009 von admin
Auf Grund der derzeitigen Wetterlage wird man als interessierter Hobby-Gärtner zur Zeit überschwemmt mit zahlreichen Artikeln über biologischen Pflanzenschutz, um der anrollenden Vernichtungswelle der Pilze Herr zu werden. Jedesmal wird deutlich darauf hin gewiesen, dass eine der wichtigsten Maßnahmen bei befallenen Pflanzen das Entfernen und Vernichten der infizierten Pflanzenteile ist. Hier werden die Informationen dann meistens etwas spärlich, doch fragt man sich wirklich wie diese Entsorgung fachgerecht auszusehen hat?
Entsorgen kann sowohl Kompostieren als auch Verbrennen oder im Müll Entsorgen bedeuten. Sollte man nicht wissen, um welche Art von Pilz oder Schädling es sich handelt, dann ist auf jeden Fall letzteres zu empfehlen, da man mit dieser Methode sicher eine erneute Ausbreitung über Eier, Larven oder Sporen verhindern kann.
Wer aber weiß, mit welchem Bösewicht er es zu tun hat, der kann etwas differenzierter ans Werk gehen.
Bei folgenden Erkrankungen können die befallenen Pflanzenteile kompostiert werden:
- Echter Mehltau
- Falscher Mehltau
- Schorf
- Birnengitterrost
- Sternrußtau
- Kraut- und Braunfäule
- alle Blattfleckenkrankheiten
- Moniliafäule
Wie soll kompostiert werden?
Auf Nummer sicher geht man mit der Methode der Heißrotte.
Dies bedeutet, dass die befallenen Pflanzenteile tiefer im schon vorhandenen “gesunden” Kompost vergraben werden sollten. Das ältere Material hat normalerweise schon mit der Zersetzung begonnen, wodurch hohe Temperaturen im Kompst erzeugt werden. Diese wirken sich ungünstig auf die Erreger aus und positiv auf einen schnellen Verottungsprozess.
Sicherheitshalber wird allerdings im Frühjahr aber dennoch ein erneutes Umsetzen des Kompost empfohlen bevor er wieder in den Gartenkreislauf zurückgeführt werden kann.
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externe Links:
- Kompost / richtig kompostieren
Bei welchen Pflanzenkrankheiten ist das Kompostieren ausgeschlossen?
Als Faustformel kann man sich merken, dass ein Befall an Stengeln oder im Wurzelbereich fast immer auf einen Schädling zurückzuführen ist, dessen Eier, Larven oder Sporen nicht durch den Vorgang des Kompostierens vernichtet werden.
Dazu gehören folgende Erscheinungsbilder:
- virusbefallene Pflanzen
- komplett welke Tomaten und Gurken
- kranke Blumenzwiebeln
- Wurzelfäule an Erdbeeren
- Gemüsefliege
- Kohlhernie
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Hallo,
vielen Dank erst mal für die ausführliche Beschreibung.
Bin da ja eher immer etwas übervorsichtig, wenn es es ums kompostieren geht und vermeide gerne Fehler. Darum fliegt bei mir wohl manches in den Hausmüll, was besser auf den Kompost gehören würde.
Allerdings habe ich alte Tomaten, Gurken und ähnliches sehr wohl auf den Kompost gegeben. Gibt es hier eine Art “Bemessungsgrenze” (sorry für das Technokratendeutsch)?
Stark verunsichert,
Torben