Posted by admin | Posted in Allgemein | Posted on 30-07-2009
Schlagwörter: blattläuse, marienkäfer, nützlinge, Pflanzenschutz, schädlinge
Ein Gärtnern gut bekannter und eigentlich als Nützling gegen Blattläuse angesehener Käfer entwickelt sich momentan zur Plage in den östlichen Küstengebieten Norddeutschlands. Unglaubliche Mengen an Marienkäfer – eigentlich als Glücksbringer angesehen – machen dabei Urlaubern und Einheimischen das Leben schwer. In dicken Schichten besiedeln die Käfer dabei Häuserwände, Gehwege und auch ganze Strandabschnitte. Unangenehm nicht nur, weil man kaum einen Schritt gehen kann ohne das es unter den Füßen knackst, auch beißen können die eigentlich so posierlichen Tierchen ganz potent. Vor allem im Bikini oder der Badehose im Strandkorb kann dies äußerst unangenehm sein.
Marienkäfer nützt Klima auf Umwegen.
Das Phänomen, so unheimlich es auch erscheinen mag, ist indes nicht neu. Bereits in der 80er Jahren bevölkerten ähnliche Massen an Marienkäfern die Gegend. Ursache hierfür ist das feuchte, warme Klima die letzten Zeit. Dieses war vor allem Blattläusen zuträglich, die den Käfern als Hauptnahrung dienen – ein Umstand den sich so mancher Hobbygärtner zu Nutze macht um sich der lästigen Pflanzensauger zu entledigen. Ein einzelner Marienkäfer vertilgt hierbei über 100 Blattäuse am Tag.
Keine Gefahr für den Menschen
Wenn auch unangenehm, gefährlich ist ein Marienkäferbiss jedoch keineswegs. Zum einem handelt es sich nicht um Giftbisse, zum anderen reichen die Werkeuge, die den Käfern hierfür zur Verfügung stehen nicht aus um Menschen ernsthaften Schaden zuzufügen.
